Die Reiterei

Jedes Schützenfest ist ein farbenprächtiges Schauspiel der wehenden Fahnen und der zahlreichen Schützen in ihren schmucken Uniformen. Ein besonderer Blickfang sind dabei immer die Pferde. Wie oft hat man schon den Spruch gehört: „Doa komme de Peärd. Jetz jeht et los“.

Das Pferd als Sympathieträger ist geradezu prädestiniert dafür, einen Schützenzug anzuführen und der Generalität den nötigen Überblick zu verschaffen.

Für die Feierlichkeiten werden Ross und Reiter besonders herausgeputzt, so dass es nur so funkelt und blitzt. Dies bedeutet, dass die Reiter immer schon ein paar Stunden vor den anderen Schützenbrüdern tätig sind, um sich und die Pferde vorzubereiten. Auch wenn der Umzug vorbei ist und die anderen Bruderschaftler schon fröhlich zusammensitzen gilt die erste Verpflichtung wieder dem Wohl der Tiere. Erst danach kann ein Bier in geselliger Runde genossen werden. Anschließend können wir dann gemeinsam ins Zelt gehen, um mit allen Schützen den Abend ausklingen zu lassen.

In unserer Bruderschaft  ist die Generalität immer beritten gewesen. Anders als die anderen Offiziere der Bruderschaft, wie Hauptmann und Fahnengruppe, die durch die Generalversammlung der Bruderschaft gewählt werden, werden die Mitglieder der Reiterei immer durch den jeweiligen König für dessen Amtszeit berufen. Sie lassen sich bis zu den Aufzeichnungen ab 1949 lückenlos zurückverfolgen, wie die nachfolgende Liste belegt. Die Aufzeichnungen vor dem 2. Weltkrieg, auch die der gesamten Bruderschaft, sind leider verschollen.

Wenn jetzt jemand Lust verspürt bei uns mitzureiten und einem zukünftigen König dies zu signalisieren, sind die Voraussetzungen dafür recht einfach. Man sollte Spaß am Reiten und den Vorsatz haben, mit uns viel Freude zu bekommen. Wenn man noch nicht so sattelfest ist, stellt das auch kein Problem dar. Frei nach dem Motto „Reiten erlernt man nur durch reiten“, ist dieses Manko durch die nötigen Reitstunden auszumerzen. Die Pferde werden entgegen der landläufigen Meinung („die sind ja doch alle gespritzt“) nicht sediert, sondern sind Schützenumzüge gewohnt. Da wir mit Lebewesen umgehen, die auch mal einen eigenen Kopf haben können, sollte man halt das eine oder andere mal auf einem Pferd gesessen haben. Wenn man dann aber einmal dabei ist und vom „Pferdevirus“ befallen wurde, will man gar nichts anderes mehr machen. Jeder, der bereits einmal Teil der Reiterei war, weiß wie schön es ist und hat dutzende amüsante Anekdoten zu berichten.

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